Tierklinik Wachtberg - So kommen Pferde auf den OP-Tisch

von Jens Oellien

Wachtberg-Villiprott. Das Team von Carsten Rohde behandelt in der Pferdeklinik am Kottenforst 600 Tiere pro Jahr. Dabei wird mit modernster Technik gearbeitet.

Artikel von Richard Bongartz und  Ronald Friese vom 13.03.2018 aus dem Bonner Generalanzeiger:

Drei winzige Knochensplitter im Fesselgelenk könnten Paula in ein paar Jahren das Leben schwer machen. Doch die Halterin des sechsjährigen Hannoveraners möchte ihren Liebling demnächst reiten und nicht, dass er später einmal lahmt. Sie hat sich deshalb für eine Operation in der Wachtberger Pferdeklinik am Kottenforst entschieden. Gleich geht es zur Narkose, schon wenige Minuten danach wird das bewusstlose Warmblut mit einem elektrischen Kran auf den OP-Tisch gehievt. Eigentlich sieht es im weiß gekachelten Saal aus wie in einem normalen Krankenhaus und funktioniert auch fast genauso: Aber es ist Chirurgie in XXL.

Auf Paulas Röntgenbildern sind über dem Huf vorne links eine größere Absplitterung und zwei kleinere deutlich zu sehen. Wie bei allen anderen 500 bis 600 Operationen im Jahr hat Carsten Rohde mit der Eigentümerin die Risiken und Kosten – sie liegen hier bei rund 1500 Euro – besprochen und eine Einwilligung zur Narkose verlangt. „Je besser deren Qualität ist, desto weniger Zwischenfälle gibt es“, sagt der Gründer und leitende Tierarzt der Klinik. Bei ihm komme es äußerst selten zu Komplikationen.

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